Status und Vorschau

In Zeiten blinder Sparpolitik ist eine schlagkräftige Interessensvertretung der Kulturinitiativen nötiger denn je; die Arbeit der IG KiKK ist allerdings nicht einfacher geworden: Aufgrund massiver Subventionskürzungen konnte die Stelle der Geschäftsführung nicht nachbesetzt werden und ist ein geregelter Bürobetrieb nicht möglich.
Dennoch ist im ersten Halbjahr 2015 einiges geschehen:

– Öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Basisdatenerhebung der IG KiKK mit breitem medialen Echo
– Das Thema »Kulturinitiativen/Freie Szene« taucht seither regelmäßig in den Medien auf und scheint sich allmählich in den Köpfen der verantwortlichen PolitikerInnen einzunisten.
– Protestaktion der IG KiKK gegen den Zahlungsstopp des Landes Kärnten.
– Das Kulturgremium empfiehlt, 2016 zum »Jahr der Kulturinitiativen« zu erklären.
– LR Benger greift den Vorschlag auf und setzt eine Arbeitsgruppe ein, die mit VertreterInnen des Kulturgremiums und der IG KiKK über entsprechende Schwerpunktsetzungen im kommenden Jahr beraten soll.
– Zwei Jour-Fixe-Termine mit LR Christian Benger: Trotz großer Meinungsverschiedenheiten gibt es eine Gesprächsbasis. Auch LR Benger scheint es zu dämmern, dass er die KIs nicht links liegen lassen darf.
– Podiumsdiskussion LAST EXIT KULTUR mit VertreterInnen der Dreierkoalition des Landes. LR Schaunig und LR Holup bekommen den Frust der Szene zu spüren und müssen erkennen, dass auch sie kulturpolitische Verantwortung tragen.
– Installierung eines Arbeitskreises mit Vertretern der Kulturabteilung und der IG KiKK. Bis Jahresende sollen verbindliche Kriterien für die Förderung der freien Szene bzw. für das entsprechende Prozedere ausgearbeitet werden.

Auch im Herbst 2015 gibt es einiges zu tun, und wie immer sind wir dabei auf Eure Unterstützung bzw. Mitwirkung angewiesen:

Jour-Fixe mit Frau Bgm. Luise Mattiaschitz (der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben). Wir bitten schon jetzt um rege Beteiligung, gilt es doch, der Kulturreferentin der Stadt Klagenfurt die prekäre Situation der Kulturinitiativen klar zu machen und Alternativen zu den geplanten Subventionskürzungen zu diskutieren.

Basisdatenerhebung 2014: Sie wird von der IG Kultur Österreich koordiniert und soll u. a. Daten für Bundesländervergleiche liefern, was vor allem den Kärntner Initiativen zugute kommen dürfte. Je besser sich belegen lässt, dass Kärnten bei den Subventionen der KIs absolutes Schlusslicht ist, desto schwerer wiegen unsere Forderungen nach Erhöhung der Förderungen bzw. Rücknahme der Kürzungen.
Erhoben werden die Daten des Jahres 2014. Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt etwas Zeit in Anspruch, macht Euch bitte trotzdem die Mühe! Der Aufwand ist wesentlich geringer als bei der BDE im vorgangenen Jahr. Die Befragung ist anonym, niemand muss sich vor unbefugtem »Controlling« fürchten. Die Zugangsdaten zum Online-Fragebogen wurden allen Mitgliedern der IG KiKK zugesandt.

Der Fragebogen sollte bis spätestens 15. September 2015 möglichst vollständig ausgefüllt werden. Falls es Unklarheiten gibt, wendet Euch bitte an Gerhard Pilgram (gerhard.pilgram@aau.at, 0676 7714054) oder Birgit Neuwirth von der IG Kultur Österreich (birgit.neuwirth@gmx.at, 01 5037120 DW 13).

Öffentlichkeitsarbeit: Bitte haltet uns über eure Arbeit und Fördersituation auf dem Laufenden. Je besser wir informiert sind, desto leichter können wir die Medien auf die Probleme der Freien Szene aufmerksam machen und Solidarität einfordern. Das setzt natürlich Vertrauen und eine gewisse Bereitschaft zur Transparenz voraus - seid versichert, dass die IG KiKK verantwortungsvoll mit euren Informationen umgehen wird.

Einen produktiven Herbst wünscht Euch
der Vorstand der IG KiKK