Radical Diversity Kultursektor

Interaktiver Workshop für BIPOC Kunst- und Kulturschaffende

Der Kunst- und Kulturbetrieb ist international. Aber ist er auch fair? In einem interaktiven Workshop, der sich an BIPOC Kulturschaffende aus unterschiedlichen Communities in Österreich richtet, sollen Erfahrungen und Wissen um konkrete Probleme und Praxen der Diversitätspolitik im österreichischen Kunst- und Kulturbereich kritisch beleuchtet werden.

22. April 2021 | 17:30-20:00h | Online

Impulsinputs:
Daliah Touré, Tänzerin & Choreographin
Marie Noel, Schauspielerin & Drehbuchautorin
Facilitation:
Sara Hassan, Journalistin & Autorin

Anmeldung bis 24.04.2021 unter www.unesco.at
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

Internationalisierung allein bedeutet noch nicht einen Schritt in Richtung soziale Gerechtigkeit. Das macht das UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen deutlich. So werden ohnehin schon marginalisierte Kunst- und Kulturschaffende in Österreich oft von Ressourcen, echter Teilhabe und fairer Vertretung effektiv ausgeschlossen. Um diesen Problemen zu begegnen, wird oft das Schlagwort „Diversity“ bemüht. Problematiken wie Rassismus, Machtmissbrauch und Unrecht werden dabei oft nicht angesprochen.

Aber geht es denn bei Diversity-Maßnahmen darum, Ungleichgewicht auszugleichen und Benachteiligung zu beenden? Genau diesen Themen nimmt sich der Workshop „Radical Diversity im Kultursektor?“ an. Das interaktive Format bietet Raum für Kulturschaffende aus unterschiedlichen Communities in Österreich, Erfahrungen und Wissen um konkrete Probleme und Praxen im Umgang Diversitätspolitiken im österreichischen Kunst- und Kulturkontext zu bündeln. Der Workshop versteht sich als Gelegenheit, Probleme aus der Praxis zu benennen, über Communities hinweg Strategien zu sammeln, den Diskurs gemeinsam weiterzudenken und konkrete Forderungen zu einer Radical Diversity (vgl. Czollek) im Kulturbereich zu entwickeln.

Gemeinsam sammeln wir Erfahrung & Expertise zu:

  • Wohin wird der Blick mit dem Begriff „Diversity” gelenkt, wovon wird abgelenkt?
  • Wo greift Diversität zu kurz? Wie wird dabei über Verteilungsgerechtigkeit gesprochen und wer kommt in diesen Debatten überhaupt zu Wort?
  • Mit welchen Formen der Maßnahmen oder Aktionen (zu Social Justice/Radical Diversity) bin ich in Berührung gekommen? Welche Strategien haben sich bewährt?

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Methode: 
Das interaktive Format des Workshops macht intensiven Austausch in Kleingruppen, Vernetzung und die gemeinsame Stärkung im Plenum möglich.

Der Workshop wird auf Deutsch stattfinden. Solltest du/sollten Sie Übersetzung ins Englische, ÖGS oder in weitere Sprachen benötigen, lass/lassen Sie es uns bei der Anmeldung bitte wissen. Wir werden uns um eine Möglichkeit bemühen.

Der Workshop ist Teil der Reihe "Forum Fair Culture", eine Kooperation von kulturen in bewegung und Österreichische UNESCO-Kommission.
Unterstützt von Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Austrian Development Cooperation und Stadt Wien.

Download: Einladung_Workshop_Radical_Diversity_im_Kultursektor.pdf 440 KB (pdf)