Kunst im Netz

Die Vor- und Nachteile der Kulturarbeit im digitalen Raum.

Die Pandemie hat die Digitalisierung in allen Bereichen erzwungenermaßen vorangetrieben. Im Kultursektor bot sich der digitale Raum als Alternative an, doch inhaltliche und künstlerische Vorbehalte sowie technische Anforderungen schreckten viele Kulturtätige davon ab, diesen Weg zu gehen. Der ausgelöste Umbruch in der Medien- und Kulturlandschaft wurde jedoch vom Wiederaufleben der Präsenzveranstaltungen nicht aufgehalten. Anschließend an die dreiteilige Webinarreihe der Veranstaltungsreihe „Kulturinitiativen im digitalen Raum!?“ soll in der vierten und letzten Veranstaltung der Diskurs über die Beziehung zwischen Digitalisierung und Kultur vertieft werden.

Podiumsdiskussion: Kunst im Netz. Die Vor- und Nachteile der Kulturarbeit im digitalen Raum.

Wohin führt der Weg der Digitalisierung für Kulturinitiativen? Um dieser und weiteren Fragen nachzugehen lädt die IG KiKK in Kooperation mit dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt am 3. November in den Stiftungssaal am Campus zur Podiumsdiskussion „Kunst im Netz.“ Moderator Matthias Wieser beleuchtet mit Katrin Ackerl Konstantin, Martin Dueller, Lale Rodgarkia-Dara und Lidija Krienzer-Radojević die Vor- und Nachteile digitaler Kulturarbeit.
Die Diskutant:innen erzählen aus der Praxis, welche Chancen sie in innovativen Formaten sehen und erzählen von Herausforderungen, denen sie sich während der Umsetzung digitaler Kulturprojekte stellen mussten.

3. November 2021 | 18.00
Stiftungssaal, Servicegebäude K 0.01
Alpen-Adria Universität Klagenfurt

→ Link zum Livestream

 

Am Podium:

  • Katrin Ackerl Konstantin (participating arts & Artistic Research u.a. mit Mapping the Unseen)
  • Martin Dueller (Dramaturg, Theatermacher, Autor u.a. neue Bühne Villach, a.c.m.e,- Radiolab)
  • Lale Rodgarkia-Dara (Geschäftsführerin Radio Helsinki 92.6 - Freies Radio Graz und Medienkünstlerin)
  • Lidija Krienzer-Radojević (Geschäftsführerin IG Kultur Steiermark)
  • Moderation: Matthias Wieser (stv. Institutsvorstand des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft)
  • Videostatement: Alexandra Manske (Soziologin, Universität Hamburg)

Themen

Folgende Fragen können die Diskussion leiten:

  • Wie weit darf Digitalisierung gehen?
  • Welche Möglichkeiten bietet der digitale Raum für Kulturinitiativen?
  • Wie können (sich) Kulturinitiativen befähigen, um den digitalen Raum nicht den großen Playern zu überlassen?
  • Was brauchen (kleine) Kulturinitiativen, um Förderungen für digitale Kulturarbeit abzuholen?
  • Welche Auswirkungen haben (gesellschaftliche) Gefahren durch Tech-Konzerne auf Kulturarbeit?
  • (Wie) Kann man Kultur krisensicher machen?

Teilnahme

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der Covid-Auflagen der Universität ist der Zutritt jedoch nur mit Impf- oder Genesungsnachweis (2G) möglich und die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Daher bitten wir um Anmeldung unter office@igkikk.at.

Live-Stream

Die Podiumsdiskussion wird auch als Live-Stream über die IG KiKK-Webseite www.igkikk.at übertragen! (Classroom über BigBlueButton, empfohlene Internet-Browser: Mozilla Firefox oder Google Chrome)

 

Eine Kooperation des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit der Interessensgemeinschaft für Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška.

Wie geht ihr mit dem digitalen Wandel im Kulturbetrieb um?

Wir laden Kulturtätige herzlich ein, in einem Statement den Umgang ihrer Kulturinitiative mit der digitalen Kulturarbeit bzw. digitaler Kulturformate vorzustellen und ihre persönliche Einschätzung zur Bedeutung, den Vorteilen oder Risiken mit uns zu teilen! Das Statement kann direkt vor Ort während der Publikumsdiskussion vorgetragen oder uns vorab als Video zugeschickt werden. Die Videoinputs werden während der Veranstaltung eingespielt.

Corona - Wichtiger Hinweis: Die Verhaltensregeln und gesetzlichen Vorgaben im Zusammenhang mit der Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind unbedingt einzuhalten.
Corona - Pomembna opomba: Nujno je treba upoštevati pravila ravnanja in zakonske predpise v zvezi z zajezitvijo širjenja novega koronavirusa.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der IG KiKK mit dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Über die Beteiligten

(c) Gudrun Becker

 

 

Lidija Krienzer-Radojević ist Kulturanthropologin, Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark und Vorstandsmitglied der IG Kultur Österreich. Vor ihrem Umzug nach Graz war sie Angestellte der Universität Ljubljana und gestaltete nebenbei mit ihren Kolleg*innen das Programm der informellen Bildungsplattform Workers and Punks' University sowie das Programm des internationalen femi-queer Festivals Rdeče Zore/Red Dawns. In Graz hatte sie zwischenzeitlich einen Lehrauftrag am Institut für Zeitgenössische Kunst (TU Graz), seit 2018 ist sie Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark. Sie beschäftigt sich mit Fragestellungen aus dem Themenkreis Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft.

(c) Marcel Ambrusch

 

 

Mag.a Katrin Ackerl Konstantin ist Schauspielerin, Regisseurin und Psychologin (Schwerpunkt Kulturpsychologie) mit einem queer feministischen Fokus. Als Schauspielerin seit 1995 Jahren an Staats- und Stadttheatern sowie Klein- und Mittelbühnen im deutschen Sprachraum. Als Regisseurin und Künstlerische Leitung seit 2003 über 25 Produktionen im In-  und Ausland. Spezialisiert auf partizipative darstellende Kunst verbindet sie in ihren Arbeiten künstlerische Forschung und performative Realisierung miteinander. Co-Theaterleitung der neuebuehnevillach (bis 2007), Künstlerische Leitung des Theaterfestival Spectrum (bis 2019), Künstlerische Leitung der schau.Räume seit 2011, Leitung Theorie des Formats durch:formen seit 2015.  Beirats- und Jurytätigkeiten (Land Kärnten und neubuehnevillach), Mitglied beim Arbeitskreis für Kulturanalyse (aka Universität Wien) und Interessengemeinschaft IG KiKK und IGTTPKK. Zahlreiche Prämien und Anerkennungen.

www.konstantin.cc, www.mappingtheunseen.com

 

(c) HST

 

Martin Dueller wurde 1982 in Kärnten geboren, wohin er nach seinem Studium der Theaterwissenschaft, Publizistik, Philosophie und Germanistik zurückkehrte und seither als Vater von drei Kindern hier arbeitet. Neben journalistischen Arbeiten und ehrenamtlicher Tätigkeit im Kulturzentrum Kulturhof Villach verdient er sein Geld als Dramaturg der neuebuehnevillach sowie mit Theater a.c.m.e,- und ist als Theatermacher und Autor in vielen Kontexten tätig.

(c) Isabella Speis

Lale Rodgarkia-Dara arbeitet als Autorin, Radiomacherin und Medienkünstlerin. Sie ist Teil des Mz. Baltazar’s Laboratory Collective, das einen feministischen Kunst-/Hackerraum in Wien betreibt, des Wiener Radia Kollektivs (Mitbegründerin von radia.fm) sowie Mitbegründerin der Elektronik Teatime (bis 2015) und des Radio Ironie Orchesters von Radio Helsinki im Jahr 2019. In den letzten Jahren hat sie in einer Reihe von gesellschaftspolitischen und künstlerischen Projekten die Schnittmenge zwischen Kunst und Wissenschaft erforscht. Seit 2017 arbeitet sie an partizipativen Projekten in Macondo in Wien-Simmering. Seit 2003 hält sie Radio-Workshops mit Jugendlichen und Erwachsenen und gibt Lectures in formellen und informellen Bildungseinrichtungen und Universitäten. Sie war und ist u. a. künstlerische Lektorin an der TU-Wien (SKUOR, 2013−2014), Lektorin an Kunstuniversität Graz (2017−2018) am IEM – Institut für Elektronische Musik sowie am Institut für Künstlerisches Lehramt der Akademie der bildenden Künste im Bereich Akustik (2018−2019, 2022). Mit Judith Unterpertinger bildet sie das Duo Under the given circumstances. Zurzeit leitet sie als strategische Geschäftsführerin Radio Helsinki 92.6 – Freies Radio Graz.

(c) VADA

 

 

Matthias Wieser ist Assoziierter Professor am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und forscht im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten wissenschaftlichen Netzwerkes zu Künstlerisch-kreativer Erwerbsarbeit. Darüber hinaus ist er u.a. Leiter des Universitätskulturzentrum UNIKUM | Kulturni center univerze v Celovcu und Mitglied im Kärntner Kulturgremium im Fachbeirat für Elektronische Medien, Fotografie und Film.

Dr. habil. Alexandra Manske ist Soziologin und erforscht den Wandel von Arbeit und Gesellschaft mit einem Fokus auf Kultur - und Kreativarbeit. Sie wurde 2007 an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert mit einer Arbeit über Alleinunternehmer in der IT-Branche mit dem Titel Prekarisierung auf hohem Niveau. Anschließend untersuchte sie die Arbeits- und Soziallage von Kreativen in Berlin, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ihre Habilitationsschrift wurde 2016 unter dem Titel Kapitalistische Geister in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Kreative zwischen wirtschaftlichen Zwang und künstlerischem Drang im Transcript-Verlag veröffentlicht. Sie lehrte und forschte unter anderem an der TU Berlin, der HU Berlin und der Columbia University (New York). Zuletzt war sie Professorin für Soziologie an der Universität Hamburg. Ihr aktuelles Forschungsprojekt Interessenvertretung im Kulturbereich verfolgt sie an der HCU Hamburg bei Prof. Dr. Gernot Grabher (Stadt- und Regionalökonomie, Stadtplanung). Sie lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg.