COVID-19

Aktuelle Infos rund um die COVID-19-Maßnahmen im Sektor Kunst & Kultur

Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert. Stand 16. September 2021.

 

Übersicht:

  • Stufenplan ab 15. September
  • Aktuelle Regelungen für Kunst und Kultur(veranstaltungen),
  • Veranstaltungs-Checker,
  • Definition Nachtgastronomie,
  • Präventionskonzepte und COVID-19-Beauftragte,
  • Maßnahmenpaket "Neustart-Kultur",
  • Finanzielle Unterstützung,
  • Testmöglichkeiten in Kärnten & Selbsttests mit digitaler Kontrolle,
  • Informationspflicht gegenüber Subventionsgeberinnen,
  • Reaktionen in Kärnten,
  • Hilfestellung Kulturabteilung Land Kärnten,
  • Hilfestellung Bundessektion Kunst und Kultur (BMKOES),
  • Weitere Beiträge rund um COVID-19

 

Beratungsmöglichkeiten

IG KiKK
+43 699 13167171
office@igkikk.at
Corona-Sprechstunde: Di, Do 13.00-15.00 u. nach Vereinbarung auch via Videocall!

IG Kultur Österreich
‭+43 650 503 71 20‬
beratung@igkultur.at

BMKOES: Hotline für Betroffene der Kulturbranche
+43 1 71606 851 185, Mo - Fr von 9:00-15:00
kunstkultur@bmkoes.gv.at

Land Kärnten: Abteilung 14 - Kunst und Kultur
Mag. Petra Schmied
+43 50 536-34023
petra.schmied@ktn.gv.at

Stufenplan ab 15. September

Am 08.09. wurde ein Stufenplan zur Eindämmung der 4. Corona-Welle präsentiert. Die erste Stufe wurde mittels der 8. Novelle zur 2. COVID-19-Öffnungsverordnung verordnet. Diese ist seit 15. September bis 31. Oktober gültig.
Ausdrücklich betont wurde die Gleichstellung von Genesenen mit Geimpften: Als immunisiert gelten Personen, die vollständig geimpft sind und Personen bis 6 Monate nach Genesung. Danach benötigen auch diese eine Impfung, um als immunisiert zu gelten.

Stufe 1: tritt mit 15. Sept in Kraft: 10 % Auslastung der Intensivbetten mit CoV-2-Patient*innen = 200 Betten österreichweit

  • Gültigkeit der Antigen-Tests wird auf 24 Stunden reduziert.
  • 3-G-Regel gilt für Veranstaltungen ab 26 Personen (nicht wie medial berichtet ab 25) statt bisher ab 100 Personen.
  • Ausweitung der Maskenpflicht: Wiedereinführung FFP2-Maske, wo bisher MNS-Maskenpflicht gilt sowie FFP2-Maskenpflicht für Nicht-Immunisierte (weder geimpft, noch genesen) im Handel als auch in Kultureinrichtungen (Museen, Kunsthallen und kulturelle Ausstellungshäuser, Bibliotheken, Büchereien und Archive, sofern die 3-G-Regel nicht eingehalten wird)!

Die weiteren Stufen wurden bisher nur medial angekündigt, Details können wie immer erst nach der Veröffentlichung der Rechtsvorschrift geklärt werden.

Stufe 2: tritt sieben Tage nach Überschreitung von 15 % Auslastung der Intensivbetten mit CoV-2-Patient*innen in Kraft = 300 Betten österreichweit

  • Wohnzimmertests sind nicht mehr als Eintrittsberechtigung gültig.
  • Zutritt für Nachtgastronomie „und ähnliche Settings“ (wo viele Menschen auf engen Raum aufeinandertreffen) sowie für Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen nur für Immunisierte.

Stufe 3: tritt sieben Tage nach Überschreitung von 20 % Auslastung der Intensivbetten mit CoV-2-Patient*innen in Kraft = 400 Betten österreichweit

  • Ausweitung der Zutrittsbeschränkungen: Zutritt in sämtliche Settings, wo bisher 3G gilt, nur für Immunisierte oder mit PCR-Test.

Aktuelle Regelungen für Kunst und Kultur(veranstaltungen) gültig bis 31. Oktober

Im Folgenden seht ihr die wichtigsten Änderungen der mit 1. Juli in Kraft getretenen 2. COVID-19-Öffnungsverordnung. Mit 15. September tritt die 8. Novelle zur 2. COVID-19-Öffnungsverordnung in Kraft, in der die "Stufe 1" des Stufenplanes enthalten ist, sowie die Umbenennung in die 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung.
Für eine detaillierte Erläuterung und Beantwortung häufig gestellter Fragen empfehlen wir euch FAQ: Covid-19 Regelungen für Kunst und Kultur der IG Kultur!

Personenobergrenzen
- für Veranstaltungen gelten nur hinsichtlich der Anzeige- bzw. Bewilligungspflicht. Sitzplatzbelegung = 100%.

Mindestabstand
- gilt nicht mehr.

FFP2-Maskenpflicht
- mit "Stufe 1" gilt in Bereichen des täglichen Bedarfs (an öffentlichen Orten in geschlossenen Räumen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Apotheken, Lebensmitteleinzelhandel, Banken, Postfilialen, Verwaltungsbehörden und -gerichten) wieder eine generelle FFP2-Maskenpflicht.
- zusätzlich ist eine FFP2-Maske für Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, im Handel und in Kultureinrichtungen (Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Büchereien und Archiven) verpflichtend - dies gilt nicht für Kultureinrichtungen, in denen überwiegend Zusammenkünfte stattfinden, wie Theater, Konzertsäle und -arenen, Kinos, Varietees, Kabaretts, sofern die 3-G-Regel eingehalten wird.
- Ausnahmen: Kinder bis 6 Jahre sind von jeglicher Maskenpflicht ausgenommen. Kinder von 6 bis 14 Jahren dürfen einen MNS statt einer FFP2-Maske tragen.

Zutrittsberechtigung (=Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr, "3G-Regel")

  • Getestet:
  • Geimpft:
    • Zweitimpfung und Drittimpfung, gültig 360 Tage
    • Impfung Johnson&Johnson: ab 22. bis zum 270. Tag
    • Impfung in Kombination mit Nachweis über neutralisierende Antikörper: gültig 360 Tage
  • Genesen:
    • Genesungsnachweis, molekularbiologisch bestätigte ärztliche Bestätigung: 180 Tage
    • Nachweis über neutralisierende Antikörper: 90 Tage
    • Absonderungsbescheidung: 180 Tage

- Der/die für die Zusammenkunft Verantwortliche darf die Teilnehmer*innen nur einlassen, wenn sie einen Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr vorweisen: Getestet, Genesen oder Geimpft.
- Die Teilnehmer*innen haben diesen Nachweis für die Dauer des Aufenthaltes bereitzuhalten.
- Ausnahme: Kinder bis 12 Jahre (sowie gesonderte Regelung für Nachtgastronomie, siehe unten "Definition Nachtgastronomie").
- Folgende Infos dürfen erhoben werden: Name, Identitätsfeststellung, Geburtsdatum, Gültigkeit und Dauer des Nachweises, Barcode/QR-Code

Registrierungspflicht & Datenschutz
- Von Personen, die sich voraussichtlich länger als 15 Minuten am Veranstaltungsort aufhalten, sind vom/von der Verantwortlichen (ausschließlich!) für das Contact-Tracing folgende Kontaktdaten zu erheben: Vor- und Familiennamen, Telefonnummer und wenn vorhanden E-Mail-Adresse, sowie Datum und Uhrzeit des Betreten.
- Bei Besucher*innen-Gruppen, die ausschließlich aus im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bestehen, reichen die Kontaktdaten einer volljährigen Person aus.
- Es sind geeignete Maßnahmen zur Datensicherheit zu treffen (kein Einsicht durch Dritte, keine Verarbeitung der Daten zu anderen Zwecken).
- Die Daten sind der Bezirksverwaltungsbehörde auf Verlangen vorzuweisen, für 28 Tage aufzubewahren und danach unverzüglich zu löschen.

Gastronomie
- ist bei Veranstaltungen nach den Regelungen für Gastronomie zulässig, muss im Präventionskonzept abgebildet werden.
- Der Ausschank bei bzw. nach Veranstaltungen ist nicht mit der "Nachtgastronomie" gleichzusetzen, siehe unten "Definition Nachtgastronomie".

Sperrstunde
- keine

Anzeigepflicht & Bewilligungspflicht
- Ab 100 Personen sind Zusammenkünfte bei der örtlich zuständige Bezirksverwaltungsbehörde mindestens eine Woche vorher anzeigepflichtig (Kenntnisnahme ohne Rückmeldung der Behörden). Anzugeben sind Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen, Zeit, Dauer und Ort sowie Zweck der Zusammenkunft, Anzahl der Teilnehmer*innen.
- Ab 500 Personen ist eine Bewilligung notwendig. Achtung: Die Behörde hat hierfür ab Vorlage aller Unterlagen zwei Wochen Zeit! Anzugeben sind Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen, Zeit, Dauer und Ort sowie Zweck der Zusammenkunft, Anzahl der Teilnehmer*innen und Vorlage des Präventionskonzeptes.

- Magistrat Klagenfurt: Abt. Gesundheit, Jugend und Familie PDF - Icon Anzeigeformular für Zusammenkünfte & Bewilligungsformular für Zusammenkünfte, zusammenkuenfte@klagenfurt.at, 0463 / 537-4679 (Mo-Fr 8-14 Uhr),
- Magistrat Villach: Abteilung Gesundheit und Prävention, gesundheit@villach.at +43 4242 205 2500, Online-Formular zur Anzeige bzw. Bewilligung,
- Kontaktdaten und Formulare zur Anzeige von Zusammenkünften/Veranstaltungen in den Bezirkshauptmannschaften.

Präventionskonzept & COVID-19-Beauftragte*r (weitere Details unten)
- Ist für Kultureinrichtungen, in denen überwiegend Zusammenkünfte stattfinden, grundsätzlich verpflichtend auszuarbeiten und umzusetzen bzw. zu bestellen!
- Für
Veranstaltungen muss der/die Verantwortliche ab 100 Personen ein Präventionskonzept ausarbeiten und umsetzen sowie eine*n COVID-19-Beauftragte*n ernennen.
- Das COVID-19-Präventionskonzept ist zu diesem Zweck während der Dauer der Veranstaltung bereitzuhalten und auf Verlangen der Bezirksverwaltungsbehörde vorzulegen.
=> Präventionskonzept-Mustervorlagen für Veranstaltungen und Proben (ACHTUNG: Stand 2020 auf Basis anderer Rechtsgrundlage!)

Proben
- Für Zusammenkünfte zu Proben zu beruflichen Zwecken und zur beruflichen künstlerischen Darbietung in fixer Zusammensetzung gilt § 7 Abs. 4 letzter Satz sinngemäß: "Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV-2-Infektion bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer sind in den folgenden vierzehn Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jedem Wettkampf alle Sportler, alle Betreuer und Trainer einer molekularbiologischen Testung oder einem Antigentest auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2-Infektion zu unterziehen."

Museen, Kunsthallen und Ausstellungshäuser (sowie Bibliotheken, Büchereien und Archiven)
- mit "Stufe 1" wieder FFP2-Maskenpflicht für Personen, die weder geimpft noch genesen sind.

 

Links & weiterführende Informationen:

 

Veranstaltungs-Checker

Über eine Kooperation des Städtebundes und der Stadt Wien wurde eine Informationsseite geschaffen, die mittels „Fragebaum“ selbsterklärend unterstützend zur Seite steht: Zum „Veranstaltungs-Checker

Anmerkung: Hier erfahren Sie - rechtlich unverbindlich und vereinfachend - ob eine Zusammenkunft, eine Fach- und Publikumsmesse oder ein Gelegenheitsmarkt seit 1. Juli 2021 erlaubt ist und welche Voraussetzungen die Personen einhalten müssen, die dies organisieren oder daran teilnehmen. Als ein ursprüngliches Projekt der Stadt Wien wird der „Veranstaltungs-Checker“ in Kooperation mit dem Städtebund nun auch für ganz Österreich angeboten. Aus technischen Gründen führt die Verlinkung weiterhin auf die Internetseiten der Stadt Wien. Daher sind auch Teile des Webdesigns der Stadt Wien enthalten. Auf die Inhalte, die für ganz Österreich gelten, hat das natürlich keinen Einfluss.

Die 8. Novelle bzw. Änderungen durch die "Stufe 1" sind noch nicht enthalten (16.09.2021).

Definition Nachtgastronomie

Mit der 8.Novelle ist der Zutritt zur Nachtgastronomie neben Impfung oder PCR-Test auch mit Genesungsnachweis bzw. Absonderungsbescheid erlaubt (beides gültig 6 Monate).

Betreffender Paragraf zur Einschränkung der "3-G-Regel" 2. Novelle zur 2.COVID-19-ÖV § 5 Abs. 1a
Betriebsstätten der Gastgewerbe, in denen mit einer vermehrten Durchmischung und Interaktion der Kunden zu rechnen ist (Einrichtungen der „Nachtgastronomie“), wie insbesondere Diskotheken, Clubs und Tanzlokale

Für den Ausschank bei Veranstaltungen ist keine Impfung bzw. PCR-Testung nötig: § 12 Abs 8
§ 5 Abs. 1a gilt nicht im Zusammenhang mit Zusammenkünften.

Definition von Nachtgastronomie in der Rechtsbegründung S. 3+4
Als Betriebsstätten der „Nachtgastronomie“ sind alle Einrichtungen des Gastgewerbes zu verstehen, in denen (auch aufgrund der üblicherweise nächtlichen Öffnungszeiten) mit einer vermehrten Durchmischung und Interaktion der Kunden zu rechnen ist, wie insbesondere Diskotheken, Clubs und Tanzlokale. Wie bereits in der rechtlichen Begründung zur Seite 4 Rechtliche Begründung (1.) COVID-19-ÖV ausgeführt, kommt es in diesen Einrichtungen vermehrt zu einer verstärkten Durchmischung des vor allem jungen Publikums (in der Regel keine fixen Sitzplätze) mit geringer Durchimpfungsrate. Zudem ist der in diesem Setting erhöhte Aerosolausstoß zu berücksichtigen, der üblicherweise in den hauptsächlich zur Nachtzeit besonders frequentierten Einrichtungen der „Nachgastronomie“ zu beobachten ist. Dieser ist vor allem auf die vermehrte Interaktion der Kunden untereinander zurückzuführen, die insbesondere der körperlichen Nähe geschuldet ist. Grund dafür ist der in diesem Rahmen üblicherweise stattfindende vermehrte Alkoholkonsum, das Tanzen und die hohe Lautstärke, die wiederum zu einem lauten Sprechen führt (für nähere Ausführungen s dazu die fachliche Begründung). In Bezug auf ähnlich gelagerte Fälle bei Zusammenkünften (zB Konzerte ohne fixe Sitzplätze, Feste) wird festgehalten, dass für diese gemäß § 12 (im Unterschied zur „Nachtgastronomie“ als Kundenbereich einer Betriebsstätte) eine behördliche Bewilligungspflicht besteht, wodurch eine behördliche Kontrolle sichergestellt ist. Die Bezirksverwaltungsbehörden können hier auf die jeweils aktuelle regionale, epidemiologische Lage Rücksicht nehmen.

Anhaltspunkte laut WKO Oberösterreich:

  • verstärkte Durchmischung
  • vor allem junges Publikum
  • in der Regel keine fixen Sitzplätze
  • üblicherweise besondere Frequentierung hauptsächlich zur Nachtzeit
  • vermehrte Interaktion der Kunden untereinander
  • körperliche Nähe
  • üblicherweise stattfindender vermehrter Alkoholkonsum
  • Tanzen
  • hohe Lautstärke
  • lautes Sprechen

 

Präventionskonzepte und COVID-19-Beauftragte

Für Zusammenkünfte (darunter fallen Veranstaltungen und Proben) ab 100 Personen ist ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes Konzept zur Minimierung des Infektionsrisikos mit SARS-CoV-2 auszuarbeiten und umzusetzen und ein*e COVID-19-Beauftragte*r zu bestellen.

Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:

  1. spezifische Hygienemaßnahmen,
  2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
  3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
  4. gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,
  5. Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,
  6. Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,
  7. Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests.
Als COVID-19-Beauftragte dürfen nur „geeignete Personen“ bestellt werden. Voraussetzung für eine solche Eignung sind zumindest die Kenntnis des COVID-19-Präventionskonzepts sowie der örtlichen Gegebenheiten und der organisatorischen Abläufe. Der*die COVID-19-Beauftragte dient als Ansprechperson für die Behörden und hat die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen. Eine eigene Schulung ist somit gesetzlich nicht verbindlich vorgeschrieben.

Mustervorlagen, Links & Informationen (ACHTUNG: Stand 2020 auf Basis anderer Rechtsgrundlage!):

 

Maßnahmenpaket "Neustart-Kultur"

Am 10. März wurde ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das den Kulturbereich zurück in die Normalität begleiten soll. Dieses ist dotiert mit 20 Millionen und teilt sich auf drei Bereiche auf:

I. Kunst und Kultur ermöglichen

  • Förderprogramm "Von der Bühne zum Video" (Einreichung vorzeitig beendet)
    2 Mio. Euro, Projektkostenzuschuss für Video-Adaptionen und Streaming von Bühnenproduktionen in den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Kabarett, Literatur, Musik und Musiktheater
  • Förderprogramm "Frischluft – Kunst im Freien" (Einreichung beendet)
    2 Mio. Euro, Projektkostenzuschuss für Zusatzkosten für Kulturveanstaltungen im Outdoor-Bereich, um künstlerische und kulturelle Formate und Veranstaltungen für die Durchführung im Freien zu konzipieren bzw. zu adaptieren, neue Formen der Vermittlung zu erproben und Orte der Rezeption und Interaktion mit Kunst und Kultur unter freiem Himmel zu gestalten
  • Förderprogramm "Perspektiven Innovation Kunst" (Einreichung beendet)
    2 Mio. Euro, Projektkostenzuschuss für Einzelprojekte neuer Sparten, Disziplinen oder Formate, die inter- und/oder transdisziplinär sind oder keinem bestehenden Förderprogramm bzw. keiner Kunst- und Kultursparte zuordenbar sind

II. Investitionen unterstützen
Förderprogramm: "Investitionen" (Einreichfrist NEU: 1. August 2021)
10 Mio. Euro Förderung für Investitionen in Modernisierungs- und Sanigerungsmaßnahmen für geschlossene Kulturräume (z.B.: Einbau von Lüftungsanlagen, Sanierung von Publikumsräumen oder Überarbeitung von Webseiten).

III. Publikum motivieren
Förderprogramm: Publikumsgewinnung (Einreichung beendet)
4 Mio Euro für Abo-Förderprogramme: Abonnements und andere serielle Ticket-Angebote werden gefördert, sodass sie für das Publikum billiger sind, mit dem Ziel, das Publikum zu motivieren und eine Publikumsbindung schaffen.

Damit werden lange durch die Interessenvertretungen geforderte Maßnahmen aufgegriffen. Die IG Kultur Österreich hat hierzu eine Einschätzung verfasst.
Weiters angekündigt wurde die Verlängerung des Lockdown-Bonus für freischaffende Künstler*innen für März und April 2021.

Alle „Neustart Kultur“-Pakete beim Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

 

Finanzielle Unterstützung

Die IG Kultur hält detaillierte Informationen zu den vielfältigen finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für von COVID19-Maßnahmen betroffenen Kulturvereine und Kunst- und Kulturakteur*innen (u.a. NPO-Fonds, Lockdown-Umsatzersatz, Sonderförderung für „Notfälle“, Kurzarbeit, Schutzschirm für Veranstaltungen, Gutscheinlösung, Senkung der Umsatzsteuer auf Kunst und Kultur, Stundungen und Investitionsprämie) für euch laufend aktuell!
Folgend findet ihr die wichtigsten Informationen zu Unterstützungen für Kulturinitiativen.

NPO-Fonds

Am 08.06.2020 wurde die Einreichung beim Non-Profit-Organisation – Unterstützungsfonds für gemeinnützige Vereine erstmals ermöglicht. Die Einreichung für Kostenersatz für die Quartale 2020 ist nicht mehr möglich. Derzeit können von 8. Juli bis 15. Oktober 2021 Anträge für das erste Halbjahr (Q1 + Q2) 2021 eingereicht werden:

- Voraussetzungen: Fonds ist für gemeinnützige Organisationen mit Sitz und Tätigkeit in Österreich, Gründung oder Errichtung muss am oder vor dem 10.03.2020 erfolgt sein, Organisation ist durch die Corona-Krise wirtschaftlich beeinträchtigt.
- Gefördert werden 100% der förderbaren Kosten und der Struktursicherungsbeitrag, wobei der Zuschuss immer mit dem Einnahmenausfall begrenzt ist.
- Struktursicherungsbeitrag statt 7% nun 10% der Einnahmen des Jahres 2019, begrenzt mit 150.000 Euro je Organisation. Optional kann als Bemessungsgrundlage auch der Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019 herangezogen werden.
- Kein Lockdown-Zuschuss mehr.
- Kosten für Covid-19-Tests können unter bestimmten Bedingungen bis 12.000 Euro auch außerhalb des Einnahmenausfalls gefördert werden können.
- Organisationen, die im letzten Geschäftsjahr vor Antragstellung mehr als 10 Dienstnehmer*innen (unselbständig und selbständig) hatten, im Jahr 2019 mehr als 120 000 Euro an Einnahmen erzielt haben oder die mehr als 6.000 Euro beantragen, brauchen für den Förderantrag weiterhin die Bestätigung einer Wirtschaftsprüfungs- oder Steuerberatungskanzlei.

Links & Informationen:

Wir haben bisher positive Rückmeldungen von unseren Mitgliedern zu ihren Erfahrungen mit dem NPO-Fonds erhalten und empfehlen daher nachdrücklich, diese Möglichkeit zu nutzen!

Veranstaltungsschutzschirm

Am 18.01.2021 wurden die Antragstellung und Richtlinie für den im Dezember angekündigten Veranstaltungsschutzschirm veröffentlicht. Für derzeit in Planung befindliche Veranstaltungen, die zwischen dem 01.02.2021 und 31.12.2022 in Österreich stattfinden sollen, kann ab sofort ein Antrag gestellt werden, die Einreichfrist wurde bis Jahresende verlängert. Der Veranstaltungsschutzschirm soll verhindern, dass Veranstaltende durch coronabedingte Änderungen in finanzielle Probleme geraten.

Wem der Veranstaltungsschutzschirm hilft, und wem nicht, hat die Kulturplattform Oberösterreich zusammengefasst. Eine detaillierte Beschreibung des Veranstaltungsschutzschirms für gemeinnützige Vereine liefert die IG Kultur.

Links & Informationen:

 

Testmöglichkeiten in Kärnten & Selbsttests mit digitaler Kontrolle

Der Eintritt zu u.a. Kulturveranstaltungen ist nur mit Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr erlaubt: Getestet, Genesen, Geimpft.
Gültigkeit von Tests: PCR-Tests 72 Stunden, Antigentests 48 Stunden und Selbsttests mit Erfassung in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem 24 Stunden.

Für einen Nachweis über ein negatives Testergebnis stehen in Kärntens Städten fixe Teststraßen und in den Regionen mobile Testbusse für kostenlose COVID-19-Antigen-Schnelltests und PCR-Tests zur Verfügung. Zusätzlich werden bei Frischluft-Testcontainer Tests ohne Voranmeldung durchgeführt: in Klagenfurt am Neuen Platz, am Alten Platz, beim Strandbad und St. Veiter Straße 161, sowie in Villach am Hauptplatz und Nikolaiplatz.
Auch ausgewählte Apotheken und Ordinationen führen kostenlose Antigentests nach telefonischer Voranmeldung durch.
Die selbst durchgeführten "Wohnzimmertests" können in Kärnten über eine eigens eingerichtete Plattform zur digitalen Kontrolle erfasst und 24 Stunden als Nachweis verwendet werden. Hierfür kann pro Person mittels E-Card ein kostenloses Selbsttest-Kit (enthalten 10 Stück) in Apotheken geholt werden.

Links & Informationen:

 

Informationspflicht gegenüber Subventionsgeberinnen

Bei erforderlichen Schließungen, Absagen oder Verschiebungen besteht eine Informationspflicht gegenüber Fördergeber*innen - Betroffene von Veranstaltungsabsagen sind daher verpflichtet, Änderungen zu melden! Das Land Kärnten stellt hierfür ein eigenes Formular zur Datenerhebung zur Verfügung.

Wir raten darüber hinaus, auch bei finanziellen Schwierigkeiten Kontakt mit den fördergebenden Stellen aufzunehmen und den potentiellen Einnahmenentgang und bereits getätigte Ausgaben zu dokumentieren! Als Hilfestellung dient das Dokumentationstool für Veranstaltungsausfälle der IG Freie Theater.

 

Reaktionen in Kärnten

Portal für aktuelle Neuigkeiten des Landes Kärnten

10.05.2021 Land Kärnten: Strenge Sicherheitsmaßnahmen begleiten bevorstehende Öffnungen
30.04.2021 Land Kärnten: Die Mahnwache der Siebenschläfer
30.04.2021 Land Kärnten: Kultur: Neue digitale Impulse durch gemeinsame Förderschiene von Bund und Land
30.04.2021 Land Kärnten: Krise bewältigen - Land Kärnten schnürt 400 Mio. Euro Investitionspaket
17.04.2021 Land Kärnten: Carinthischer Sommer: Finanzielle Unterstützung wird fixiert
16.04.2021 Land Kärnten: Erstmals Open-Air Theater am Wörthersee im Juli 2021
01.04.2021 Land Kärnten: Land Kärnten erweitert Test-Angebot mit mobilen Testbussen und bei niedergelassenen Ärzten
15.03.2021 Land Kärnten: LH Kaiser für abgestimmtes, gleichzeitiges Vorgehen in Kultur, Sport, Gastro und Tourismus
12.03.2021 Land Kärnten: Kulturreferenten fordern nachhaltige Öffnungsschritte
09.03.2021 Land Kärnten: Broschüre Unterstützungsleistungen von Land und Bund 2021
03.03.2021 Land Kärnten: Landeskulturreferenten starten Initiative „Pro Kultur“
14.01.2021 Land Kärnten: Land Kärnten fördert innovative Kultur-Projektplanungen
14.01.2021 Ausschreibung Projektentwicklungsförderungen für freie Kulturinitiativen, Einreichfrist: 15.02.2021
08.12.2020 Land Kärnten: Kärnten unterstützt Kulturschaffende und Initiativen der freien Szene
03.11.2020 Ausschreibung von 36 Arbeitsstipendien für freischaffende Künstler*innen und freiberufliche Wissenschaftler*innen, Einreichfrist: 30.11.2020
15.05.2020 ORF Kärnten: Das Arbeitsstipendium für Kulturschaffende soll als Soforthilfe um 100.000 Euro erhöht werden
03.05.2020 Ausschreibung von 36 Arbeitsstipendien für freischaffende Künstler*innen und freiberufliche Wissenschaftler*innen, Einreichfrist: 25.05.2020
23.04.2020 Land Kärnten: Kärnten präsentiert Fahrplan für Kunst und Kultur
21.04.2020 Stadt Klagenfurt: Unbürokratische Hilfe für Kunst- und Kulturschaffende
08.04.2020 Kärntner Kulturstiftung: Solidaritätsfonds Kunst & Kultur der Kärntner Kulturstiftung Antragsfrist 31.05.2020
07.04.2020 ORF Kärnten: Regierung: Paket für Kunst
26.03.2020 Land Kärnten: Bund und Länder vereinbaren Unterstützung für Kultur- und Kunstschaffende
26.03.2020 Kleine Zeitung: LH und Kulturreferent Peter Kaiser verspricht Auszahlung der Förderungen und Einrichtung eines Solidaritätsfonds
25.03.2020 Kärntner Kulturstiftung: Einrichtung Solidaritätskonto
25.03.2020 Land Kärnten: Unterstützung für Kärntens Kultur- und Kunstschaffende
14.03.2020 Kronen Zeitung: Die IG KiKK hilft Kulturinitiativen
13.03.2020 Alina Zeichen, Vorsitzende der IG KiKK im ORF Interview: Coronavirus trifft auch Kultur hart

 

Hilfestellung Kulturabteilung Land Kärnten

Die Abteilung 14 - Kunst und Kultur , Amt der Kärntner Landesregierung, wurde auf Notbetrieb umgestellt und bleibt für den persönlichen Parteienverkehr bis auf Weiteres geschlossen. Die Mitarbeiter*innen sind unter den bekannten E-Mail Adressen erreichbar. Telefon 050 536 34002; E-Mail abt14.post@ktn.gv.at, Amtsstunden: Mo - Do 07:30 - 16:00, Fr. 07:30 - 13:00
Bei Unklarheiten oder im finanziellen Härtefall bitte umgehend Kontakt aufnehmen!

Die Abteilung steht Kulturschaffenden auch für Erstauskünfte zum Paket „Neustart-Kultur“ gerne zur Verfügung. Laufende Informationen über weitere Unterstützungsmöglichkeiten im Kunst- und Kulturbereich finden Sie unter www.kulturchannel.at .

Bereich Kunst und Kultur:
Mag. Petra Schmied
Tel.: 050 536-34023
E-Mail: petra.schmied@ktn.gv.at

Bereich Volkskultur und Brauchtumswesen:
Robert Seppele
Tel.: 050 536-34077
E-Mail: robert.seppele@ktn.gv.at

 

Hinweis für Förderungsempfänger*innen!

Gemäß Beschluss des Kärntner Landtages vom 28.01.2021 werden die Kosten der Covid-19-Testungen für Mitarbeiter*innen von Kulturvereinen in den Jahren 2020 und 2021 im Rahmen der Subventionsabrechnung als förderbare Ausgaben anerkannt. Weiters wurde mündlich bekundet, dass dies auch für unverschuldet aufgrund von COVID-19-Maßnahmen entstandene Kosten gilt. Die Abteilung 14 - Kunst und Kultur bemüht sich um möglichst unbürokratische, praktikable Lösungen.

Bei erforderlichen Schließungen, Absagen oder Verschiebungen besteht eine Informationspflicht gegenüber Fördergeber*innen - Betroffene von Veranstaltungsabsagen sind daher verpflichtet, Änderungen zu melden! Das Land Kärnten stellt hierfür ein eigenes Formular zur Datenerhebung zur Verfügung. Details zum Umgang der Kulturabteilung mit Auswirkungen der CORONA-Krise auf geförderte Vorhaben auf dem Kulturchannel.

 

Hilfestellung Bundessektion Kunst und Kultur (BMKOES) :

Für Fragen im Zusammenhang mit Unterstützungsmaßnahmen wurde von der Sektion Kunst und Kultur des Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport eine eigene Hotline für Betroffene der Kulturbranche eingerichtet: +43 1 71606 851 185, Mo - Fr von 9:00 -15:00

Für Fragen von Kunst- und Kulturschaffenden bzw. Fördernehmer*innen rund um die Veranstaltungsabsagen stehen die Mitarbeiter*innen der Fachabteilungen der Sektion Kunst und Kultur von 09:00 - 17:00 unter Tel. +43 1 71606 851 001 und kunstkultur@bmkoes.gv.at zur Verfügung.
Die Fachabteilung für Kulturinitiativen ist erreichbar unter +43 1 71606 851 070 kmv@bmkoes.gv.at

Weiterführender Link: FAQ Auswirkungen des Coronavirus auf Kunst und Kultur

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