Projektentwicklungsförderungen für freie Kulturinitiativen

Anleitung/ Hilfestellung zur Antragstellung

Auf Vorschlag der IG KiKK hat das Land Kärnten eine Projektentwicklungsförderung für freie Kulturinitiativen entwickelt. Diese soll Kulturinitiativen in der Krisenzeit in ihrer Arbeit unterstützen, indem die Konzeption eines Projektes, das ab 2022 umgesetzt werden soll, finanziell unterstützt wird. Insgesamt stehen € 107.000,-- zur Verfügung. Zum vollständigen Ausschreibungstext

Die Antragstellung ist mittels PDF oder ONLINE-FORMULAR bis zum 15. Februar 2021 möglich. Diese Förderung wird unabhängig von einer Jahresförderung 2021 gewährt und bezieht sich auf zukünftige Vorhaben (geplante Umsetzung ab 2022). Achtung: Die Förderung der Umsetzung des Projektes ist dadurch nicht gesichert.

Anleitung zum Ansuchen

Angesucht wird mittels des üblichen  Förderformular, welches hinsichtlich der Entwicklung eines Projektes auszufüllen ist. Da diese Entwicklung/Konzeption heuer stattfindet, handelt es sich um ein Ansuchen um Gewährung eines Förderungsbeitrages für das Jahr 2021 im Bereich Kulturinitiativen, Antragstellerin ist der Verein bzw. die Kulturinitiative.

Auf Seite 2 als Zusatzinformation "Einzelprojekt" ankreuzen.

Die Projektdarstellung auf Seite 3 laut Ausschreibungstext Seite 3:
"- Beschreibung des geplanten Arbeitsvorhabens inklusive Motivation, Intention und Zielvorstellungen sowie geplantes Vorgehen bzw. Methodik
- Darstellung, warum die antragstellende Initiative von der Corona-Krise besonders betroffen ist
- Erforderlichenfalls nähere inhaltliche Details oder Erläuterungen zum Finanzierungsplan"

Im Formular die Kurzbeschreibung, detaillierte Beschreibung als Anlage beifügen.

Die Einnahmen des Projektes sind ausschließlich die aus der Projektentwicklungsförderung angesuchten Mittel, bei Einnahmen ist also die Höhe des vorliegenden Ansuchens einzutragen. Es gibt somit keine weiteren Einnahmen von anderen Förderstellen.

Bei den Ausgaben sind die für die Projektentwicklung nötigen Aufwände anzugeben: Personalkosten, Bürobedarf, evtl. Reise- und Nächtigungskosten für Recherchen etc. Achtung: Ausgaben, die bereits in der Jahresförderung 2021 enthalten sind, können nicht angerechnet werden, z.B. laufende Büro- oder Betriebskosten. Nur zusätzliche, aufgrund der Erarbeitung dieses neuen Projektes entstehende Kosten sind hier anzugeben. Empfehlenswert ist ein detaillierter Finanzplan, in dem Personalkosten, Reisekosten etc. nachvollziehbar aufgeschlüsselt werden.

Da es sich beim Ansuchen um die Erarbeitung eines Projektes handelt und nicht um die Durchführung/Veranstaltungen, können Angaben betreffend Gender Mainstreaming nicht ausgefüllt werden und Beilagen, ausgenommen detaillierter Projektdarstellung und Finanzplan, nicht beigelegt werden.

Für weitere Fragen oder Hilfestellung beim Ansuchen stehen wir euch gerne unter office@igkikk.at oder 0699/13167171 zur Verfügung!

 

 

Auszug aus dem Ausschreibungstext:

Ziel

Ziel dieser Ausschreibung ist, freien Kulturinitiativen im Sinne der Definition der IG KIKK im Hinblick auf mögliche weitere bzw. länger andauernde Einschränkungen des Kulturlebens eine Möglichkeit zu geben, gegebenenfalls auch ohne unmittelbare Veranstaltungen mit Publikum ihr kreatives Potential bestmöglich für intensive Projektrecherchen und -entwicklungen zu nutzen. Damit sollen die Impulse und die Innovationskraft der freien Szene für die Zukunft nutzbar gemacht werden. Die Förderung soll dazu beitragen, dass Kulturschaffende und Kulturarbeiter*innen ihre Arbeit auch in Zeiten eines allfälligen Veranstaltungsverbotes oder sonstiger Beschränkungen aufnehmen und zukünftige Projekte vorbereiten können.

Förderungswürdig sind:

  • Erstellung von Konzepten für Kulturprojekte einschließlich Kuratierung und Kulturvermittlung zu Themen von hoher gesellschaftspolitischer Relevanz und Aktualität, wie etwa Chancengleichheit, Klimawandel, Digitalisierung und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen, Demokratie. Ausdrücklich erwünscht sind Recherchearbeiten und Projektentwicklungen, die sich Fragen der Geschlechtergerechtigkeit bzw. feministischen Themen und Anliegen widmen.
  • grundsätzlich sämtliche Sparten der freien Szene, besonders förderungswürdig sind
    - spartenübergreifende, unkonventionelle Kulturäußerungen sowie
    - avantgardistische und experimentelle Kulturarbeit sowie
    - Vorhaben, die dem Bereich Kunst im öffentlichen Raum zuordenbar sind.
  • Geplante Projektumsetzung ab 2022

Nicht förderungswürdig sind:

  •  Vorhaben, die bereits im Jahresprogramm 2021 enthalten sind, sowie
  •  Vorhaben, für die bereits eine Kulturförderung des Landes Kärnten gewährt wurde.

 

2. Antragsberechtigung
Antragsberechtigt sind freie Initiativen im Sinne der Definition der IG KIKK mit Sitz in oder sonstigem signifikanten Bezug zu dem Bundesland Kärnten:

Freie Kulturinitiativen arbeiten selbstbestimmt und kontinuierlich im Bereich der zeitgenössischen Kulturvermittlung und -produktion. Sie unterscheiden sich von etablierten Kultureinrichtungen und -institutionen durch ihre inhaltliche Unabhängigkeit von Gebietskörperschaften und anderen Einrichtungen der öffentlichen Hand, sowie von Parteien, Kammern und Religionsgemeinschaften. Weitere Merkmale sind die regionale Verankerung sowie der partizipative und emanzipatorische Ansatz. In Kärnten/Koroška leisten Kulturinitiativen zudem einen wichtigen Beitrag zur Zweisprachigkeit und zum interkulturellen Dialog.
Freie Kulturinitiativen tragen maßgeblich zur kulturellen Vielfalt des Landes bei. Entsprechend heterogen gestaltet sich ihre Arbeit. Sie reicht von Theater-, Performance- und Tanzarbeit über interdisziplinäre Kunst- und Vermittlungsprojekte bis zu Veranstaltungstätigkeiten im Musik-, Literatur und Kunstbereich. Einige Kulturinitiativen betreiben eigene Spielstätten, andere agieren ortsungebunden, etwa in temporär genutzten Räumlichkeiten oder im öffentlichen Raum.
In der Regel sind Kulturinitiativen als Vereine organisiert, sofern sie nicht von Einzelpersonen oder losen Gruppierungen getragen werden. So oder so sind sie durch flache Hierarchien und flexible Arbeitsstrukturen gekennzeichnet. Damit sind Kulturinitiativen auch soziale Laboratorien, in denen direkte Demokratie unmittelbar gelebt und erprobt wird.