Ausschreibung: kollektive Ausstellung

Projekttitel: Absichtserklärung

Format: Kollektive Ausstellung im WerkStattMuseum

Termin: Oktober 2022

Ort: Klagenfurt/Celovec, Margarete Schütte-Lihotzky Haus (Südbahngürtel 24)

Am 25. Juni 2022 findet die erste Veranstaltung des WSM statt, gewidmet der Namensgeberin MSL bzw. der 125. Wiederkehr ihres Geburtstags. Gastrednerin ist die Architektin Gabu Heindl. Mit ihr und anderen Gästen (darunter Architektin Christine Zwingl, Leiterin des Schütte-Lihotzky-Zentrums in Wien) wird an der Außenwand neben dem Hauseingang eine Tafel enthüllt mit dem Hinweis auf MSL (»Architekturpionierin, Antifaschistin, Frauen- und Friedenspolitikerin«) in neun Sprachen, die für die Länder stehen, in denen sie wirkte. Der Hof vor dem Haus wird in »Margarete-Schütte-Lihotzky-Platz Nr. 1«  umbenannt. Teil der Veranstaltung ist eine Ausstellung über ihr Leben und Werk. VertreterInnen von Land, Stadt, Frauenorganisationen u. a. Einrichtungen werden dazu eingeladen.

Bei dieser Veranstaltung wird von WSM-VertreterInnen über die Gründung des WSM erzählt sowie auf die erste Ausstellung im Oktober neugierig gemacht, die auch den Beginn der Museumstätigkeit markieren wird.

Vier Monate danach beginnts dann:
Im Oktober 2022 wird eine Gruppen-Ausstellung organisiert. Mit dieser soll der Schirm aufgespannt werden, der die Segmente und Module der Dauer-, Sonder- bzw. Wanderausstellungen zu erfassen versucht, die in den nächsten Jahren im WSM organisiert werden können und sollen. Diese Aktionsausstellung ist, wie das geplante Museum, weder statisch, noch staatlich, sondern kollektiv, dynamisch, multimodular konzipiert. Bestehendes, über Jahrzehnte erarbeitetes Wissen soll an einem Ort zusammenfinden, um die Position des WerkStattMuseums, seine inhaltlich-politische Absicht, wie auch die Dringlichkeit seiner
Existenz zu benennen. Die Ausstellungsaktion dient auch der Vernetzung aller am Projekt WSM Beteiligten und soll einen Überblick über die erste Planungsphase des mehrstufigen Projektes geben.

Wie nimmt man teil: Das Ziel ist, Objekte bzw. Artefakte, die man als Desiderate im bestehenden Diskurs und insbesondere auch als Desiderate im Hinblick auf die österreichische Museumslandschaft einschätzt, im Margarete Schütte-Lihotzky Haus auszustellen und bei einer gemeinsamen geführten Begehung in minutenkurzen Hinweisen oder Vorträgen auch vorzustellen.

Als Präsentationsorte stehen – je nach absehbarem Umfang – zur Verfügung: großer Veranstaltungssaal (200 qm), der Seminarraum (80 qm) und die Bibliothek (100 qm) oder bei
Bedarf und nach Absprache auch das Außengelände bzw. die Gänge und Treppen.

Mögliche Ausstellungsobjekte sind nicht nur jede Art dreidimensionaler Objekte, z. B. Puppen, Steine, Textiles, Gefäße, Maschinen, Materialien, sondern auch Fotos, Dokumente, Videos, Audios oder auch verfasste Ideenpapiere oder Projektskizzen oder Rechnungen usw. Natürlich kann auch ein Subjekt als Objekt agieren, Performances sind ausdrücklich erwünscht.

Jedes Objekt bzw. Artefakt oder Objektgruppen werden von einem nach Möglichkeit künstlerisch gestalteten Plakat begleitet, das an der Decke des Ausstellungsraumes über dem Objekt hängend befestigt wird. Mit der Übergabe des physischen Objekts/Artefakts passiert also auch die Zusendung eines schriftlichen Beschreibungstextes sowie evtl. weiteres Bildmaterial.

Der inhaltliche Fokus liegt auf jenen Objekten und ihren Geschichten, die aus dem österreichischen staatlich-kollektiven Gedächtnis und besonders aus den zahlreichen Landesmuseen auch heute noch ausgeschlossen bleiben. Die Themenfelder sind mannigfaltig, die folgenden Aspekte sind als Inspiration, keineswegs exklusiv gedacht:

  • Antipatriarchale, friedenspolitische, antifaschistische, antinazistische politische Kultur,
  • der bewaffnete und unbewaffnete antifaschistische und antinazistische Widerstand,
  • emanzipatorische und subversive Gesellschaftstheorien,
  • Kulturerbe von Minderheiten und politisch bzw. sozial unterdrückter Gruppen,
  • Kämpfe um emanzipatorische Bewegungen von Minderheiten und politische Gruppierungen,
  • subversive oder anarchistische (StudentInnen-)Bewegungen,
  • ArbeiterInnengeschichte und -soziologie,
  • kritisch-antihegemoniale Sichten auf die regionale und überregionale Erinnerungs- und Festtagskultur,
  • Geschichte des Kampfes gegen rassistische, antisemitische und minderheitenfeindliche gesellschaftlich-politische Strukturen,
  • Kampf um Frauenrechte,
  • historische und politische Figuren sowie KünstlerInnen, SchriftstellerInnen,
  • ArchitektInnen, ForscherInnen aus dem Umfeld subversiver, progressiver Bewegungen sowie deren Werk und Schaffen,
  • eine kritische klassen- und geschlechtergeschichtlich perspektivierte Medien-, Militär- und Technikgeschichte und -theorie.
    u.v.a.

Der Fokus liegt vorrangig, aber nicht ausschließlich auf dem 20 und 21. Jahrhundert. Sowohl lokale, regionale als auch überregionale und globale Perspektiven sind erwünscht.

In der schriftlichen Beschreibung des Objektes sollten folgende Fragen berücksichtigt werden: Warum braucht es ein Werkstattmuseum und was soll darin ausgestellt werden? Was ist die Geschichte des ausgestellten Objektes bzw. Artefakts? Warum ist dieses ein widerständiges bzw. ein Widerstands-Objekt, weshalb sollte es im WSM ausgestellt werden? Was bedeutet es für das WSM, wenn Geschichten, die mit diesem Objekt erzählt werden, dort
ausgestellt werden können?
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Die Finanzierung wird im Sommer geklärt. Es muss aber auch damit gerechnet werden, dass diese Ausstellungsaktion eine aktionistische Veranstaltung ohne Budget bleibt. Es können nur Objekte angenommen werden, die keine versicherungstechnischen Probleme aufwerfen, und keine Gefahr fürs Publikum bedeuten. Mit Beschädigungen oder Verlust der Objekte muss trotz größter Sorgfalt gerechnet werden – die Projektkoordination übernimmt hierfür keine Haftung. Darum ist bei wertvollen Dokumenten unbedingt mit Kopien zu arbeiten. Symbolobjekte werden bevorzugt aufgenommen.
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Zeitplan und Arbeitsweise:
Als Kontaktaufnahme reicht zunächst ein formloses Email als Interessensbekundung - mit Nennung eines möglichen Objektvorschlags - bis zum 31. Mai 2022.
Bis zum 31. Juni bitten wir um Abgabe eines Kurztextes zum Objekt – in jeder Sprache möglich: Mit Angaben von: Name des Objektbesitzers/Verleihers, Titel des Objekts, Entstehungsjahr des Objekts.
Bis zum 1. Oktober muss das Objekt selbst ins Schütte-Lihotzky Haus gebracht werden.
Verleihende oder Schenkende haben die Möglichkeit, über die Positionierung des Objekts und Plakats mitzudiskutieren, soweit es die Innenarchitektur der Räume erlaubt.
Umsetzung, Aufbau und Kontakt: Die Projektkoordination und der Vorstand des WSM.

Erstellung des Saalzettels, eines kleinen Katalogs und Aufbauplans
(31. Mai 2022 – 31. August 2022)

Hierfür werden von allen Beteiligten folgende Textsorten benötigt:
1. Kurzbiografie
2. Titel des Objekts
3. Datierung und evtl. Herkunft (Besitzverhältnisse)
4. Dimensionen
5. Benennung des Mediums (z.B. Fotografie/Buch/Film/Leinwand/Materialsorte)
6. Benötigte Hilfsmittel für die Präsentation (»technical rider«), z. B. Podest, Projektor, Licht, Wand usw.
7. Kurzbeschreibung (300 Zeichen)
8. Langbeschreibung (keine Obergrenze)
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Mit der Ausstellung »Absichtserklärung« im Oktober 2022 startet auch die österreichweite Bausteinaktion des WSM zur Anschubfinanzierung des Projekts Rücksanierung, Adaption und Erweiterung für Ausstellungstätigkeit des WSM im MSL-Haus am Südbahngürtel 24.

 

Projektkoordination: Elena Messner elena.messner@textfeldsuedost.com

Naslov projekta: »Izjava o nameri«
Format: Kolektivna razstava v DelavniciMuzeju v Domu Margarete Schütte-Lihotzky (WerkStattMuseum im Margarete Schütte-Lihotzky Haus, Südbahngürtel 24)

Datum: oktober 2022
Lokacija: Celovec, Dom Margarete Schütte-Lihotzky

25. junija 2022 bo potekal prvi dogodek DelavniceMuzeja, posveèen Margareti Schütte-Lihotzky, oziroma 125. obletnici njenega rojstva. Gostujoèa govornica bo arhitektinja Gabu Heindl. Skupaj z njo in drugimi gosti (med njimi bo tudi arhitektka Christine Zwingl, direktorica Centra Schütte-Lihotzky na Dunaju) bomo na zunanji steni ob vhodu v hišo odkrili plošèo z napisom »Margarete Schütte-Lihotzky, pionirka arhitekture, antifašistka, mirovnica in borka za pravice žensk« v devetih jezikih držav, v katerih je delala. Dvorišèe pred hišo bomo preimenovali v »Margarete-Schütte-Lihotzky-Platz / Trg Margarete Schütte-Lihotzy«. Del dogodka je razstava o njenem življenju in delu. Povabljeni bodo predstavniki oz. predstavnice dežele, mesta, ženskih organizacij in drugih institucij oz. organizacij.

Na tem dogodku bomo spregovorili o ustanovitvi DelavniceMuzeja in opozorile na prvo oz. uvodno razstavo oktobra meseca.

Štiri mesece po junijski obletnici, torej oktobra 2022, bomo odprli skupinsko razstavo. To bo krovna prireditev za segmente in module stalnih, posebnih in potujoèih razstav, ki jih je mogoèe in jih hoèemo organizirati v DelavniciMuzeju v prihodnjih letih. Ta akcijska razstava, tako kot naèrtovani muzej, ni zasnovana niti statièno niti vladno, temveè kolektivno, dinamièno, multimodularno. Obstojeèe znanje, pridobljeno v desetletjih, naj bi se združilo na enem mestu, da bi oznaèilo pozicijo DelavniceMuzeja, njegov vsebinski politièni namen in nujnost njegovega obstoja. Razstavna akcija je namenjena tudi povezovanju vseh, ki sodelujejo pri projektu DelavnicaMuzej in je namenjena pregledu prve faze naèrtovanja veèstopenjskega projekta.
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Kako sodelovati: Cilj je razstaviti predmete ali artefakte, za katere menimo, da manjkajo v obstojeèem diskurzu in zlasti tudi v avstrijski muzejski sferi, in jih predstaviti v kratkih besedah ali predavanjih med vodenim ogledom.

Odvisno od obsega razstava so na voljo naslednji prostori: velika prireditvena dvorana (200 kvadratnih metrov), seminarska soba (80 kvadratnih metrov) in knjižnica (100 kvadratnih metrov), po potrebi in dogovoru pa tudi zunanji prostor ali hodniki in stopnišèa.

Možni razstavni predmeti niso le kakršni koli tridimenzionalni predmeti, npr. lutke, kamni, tekstil, posode, stroji, materiali, pa tudi fotografije, dokumenti, videoposnetki, zvoèni posnetki ali celo pisne idejne zasnove, projektne skice, raèuni itd. Seveda je lahko tudi oseba razstavljen »predmet«, umetniške performanse so izrecno zaželene.

Vsak predmet, artefakt ali skupino predmetov bo po možnosti spremljal umetniško oblikovan plakat, ki bo obešen na stropu razstavnega prostora nad predmetom oz nad skupino
predmetov, Obenem s predajo fiziènega predmeta/artefakta je treba predati (ali pa poslati) tudi opisno besedilo in po možnosti dodatno slikovno gradivo.

Vsebinsko je razstava osredotoèena na predmete in njihove zgodbe, ki so še danes zunaj avstrijskega državnega kolektivnega spomina in zlasti številnih deželnih muzejev. Tematska podroèja so raznovrstna; naslednje vidike pojmujemo kot navdih, nikakor pa niso izkljuèujoèi:

  • Protipatriarhalna, mirovniška, protifašistièna in protinacistièna politièna kultura,
  • oborožen in neoborožen protifašistièni in protinacistièni odpor,
  • emancipatorne in subverzivne družbene teorije,
  • kulturna dedišèina manjšin in politièno ali družbeno zatiranih skupin,
  • boj za emancipacijska gibanja manjšin in politiènih skupin,
  • subverzivna ali anarhistièna (študentska) gibanja,
  • delavska zgodovina in sociologija,
  • kritièno-antihegemonski pogledi na regionalni in nadregionalni spomin in festivalsko kulturo,
  • Zgodovina boja proti rasistiènim, antisemitskim in protimanjšinskim družbenopolitiènim strukturam,
  • boj za pravice žensk,
  • zgodovinske, politiène, umetniške, pišoèe osebnosti, raziskovalci in raziskovalke iz okolja subverzivnih in progresivnih gibanj ter njihova dela in stvaritve, kritièna zgodovina in teorija medijev, vojske in tehnologije z vidika razredov in spolov.
    itd.

Poudarek je predvsem na 20. in 21. stoletju, vendar ne obvezno. Dobrodošli so predmeti lokalne, regionalne, nadregionalne in globalne narave.

Pri pisnem opisu predmeta je treba upoštevati naslednja vprašanja: Èemu DelavnicaMuzej in kaj naj bi bilo tu razstavljeno? Kakšna je zgodovina razstavljenega predmeta ali artefakta? Zakaj je predmet uporne ali uporniške narave, zakaj naj bo razstavljen v DelavniciMuzeju? Kaj to pomeni za DelavnicoMuzej, èe so zgodbe, ki jih pripoveduje ta predmet, tu razstavljene?

Financiranje bo pojasnjeno poleti. Vendar se lahko zgodi, da bo ta razstavna akcija ostala dogodek brez proraèuna. Sprejeti je mogoèe le predmete, ki ne povzroèajo težav z zavarovanjem in ne predstavljajo
nevarnosti za javnost. Èeprav bomo s predmeti ravnali zelo previdno, ne moramo izkljuèiti poškodb ali izgubo predmetov - koordinacija projekta za to ne prevzema nobene odgovornosti. Zato je v primeru dragocenih dokumentov nujno treba delati s kopijami. Prednost bomo dajali simboliènim predmetom.
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Èasovni razpored in naèin dela:
Èe želite stopiti v stik z nami, nam

  • do 31. maja 2022 pošljite elektronsko sporoèilo, da bi radi sodelovali - z nazivom oz. imenom predmeta, ki bi ga radi razstavili.
  • Do 31. junija prosimo za kratek opis predmetu v katerem koli jeziku, s temi podatki: Ime lastnika/posrednika predmeta, naslov predmeta, leto nastanka predmeta.
  • Sam predmet je treba oddati do 1. oktobra na sedežu DelavniceMuzeja v Domu Schütte-Lihotzky (oz. Ljudskem domu). Posojilodajalci ali donatorji imajo možnost razpravljati o postavitvi predmeta in plakata, kolikor to dopušèa notranja zasnova prostorov.

Izvajanje, vzpostavitev in stik: Koordinacija projekta in odbor DelavniceMuzeja (WerkStattMuseum) v Domu Margarete Schütte-Lihotzky, Celovec, Südbahngürtel 24.

Med 31. majem in 31. avgustom 2022 bomo poskrbeli za opis dvoran/e, mali katalog in naèrt postavitve.
Od udeležencev oz. udeleženk prièakujemo naslednje podatke oz. tale besedila:
1. kratka biografija
2. naslov predmeta
3. datiranje in morda izvor (lastništvo)
4. dimenzije
5. tip medija (npr. fotografija/knjiga/film/platno/vrsta materiala)
6. želje glede tehniène opreme (npr. podest, projektor, luè, stena itd.)
7. kratek opis (do 300 znakov)
8. dolg opis (poljubna dolžina)
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Obenem z razstavo »Izjava o nameri« oktobra 2022 bomo zaèeli tudi z gradbeno kampanjo DelavniceMuzeja/WerkStattMuseum po vsej Avstriji za zagotovitev zaèetnega financiranja projekta »Rekonstrukcija, prilagoditev in razširitev za razstavne dejavnosti DelavniceMuzeja v stavbi Margarete Schütte-Lihotzky« v Celovcu.

Za kolektiv koordinacije projekta: Elena Messner elena.messner@textfeldsuedost.com