Symposion 2018

Institutionelle Kultur und Freie Szene im Dioalog

Über Synergien

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Ein vielleicht überstrapazierter Spruch, der verkürzt als Synergie Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauchgefunden hat, und übersetzt aus dem Griechischen, Zusammenarbeit bedeutet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff in der Pharmakologie eingeführt, um die kombinierte Wirkung von zwei oder mehreren Arzneien zu beschreiben.

Um Synergien geht es auch beim diesjährigen Symposium der IG KiKK – Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška. Die kombinierte Wirkung wird auf den Kulturbereich übertragen. Institutionelle Kultur und Freie Szene treten in Form von moderierten runden Tischen am Konferenztisch im Dachgeschoss der Kelag-Zentrale in Dialog. Die Aussicht auf ganz Klagenfurt symbolisiert das Nebeneinander von alt und neu, der Paternoster im zehnstöckigen Hochhaus das ewige Auf und Ab.

Die Ausgangslage

Institutionelle Kultur und Freie Szene, Kunst und Wissenschaft, Tradition und Innovation, Hoch und Subkultur oder U- und E-Musik sind Kategorien, die gerne einander gegenübergestellt werden und in deren Spannungsfeld neues entsteht. Möglicherweise haben strikte Trennungen dieser Art heute keine Gültigkeit mehr. Ganz sicher aber braucht es eine Form von Austausch, damit Synergien möglich werden. Im Vordergrund des Symposiums steht deshalb die Frage, wie Trennlinien zwischen Institutionen und Freier Szene in Synergiebereiche umgewandelt werden können.

Der Diskurs in der Zentrale des Energieanbieters Kelag kann zu einer Wende in der allgemeinen Wahrnehmung von Kultur führen, die noch sehr stark von Vorurteilen und sozialen Abstiegsängsten geprägt ist. Das Wochenende setzt auf die Mitwirkung an der Erzeugung eines neuen Kulturbegriffs, der die inventive Kraft von Kunst und Kultur in größere, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge stellt.