Prekäre Arbeit – Vortrag

Jedes Jahr veranstaltet das "Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung" die "Soziale Dialog Konferenz". Der Titel der heurigen Konferenz lautete:

Prekäre Arbeits– und Lebensverhältnisse.
Projekte, Erfahrungsbeispiele und Forderungen

Wer den Gürtel nicht mehr enger schnallen kann, befindet sich im Prekariat. Unter der Prämisse einer Arbeitsmarkt-Flexibilisierung werden befristete Arbeitsverträge und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse immer mehr zur eigentlichen Norm heraufbeschworen. Gleichzeitig erfolgt eine Schwächung der Sozialpartner, eine Kürzung von Transferleistungen und Wegrationalisierung sozialstaatlicher Infrastruktur.
Denn „Leistung muss sich wieder auszahlen“. Doch was, wenn das individuelle Leistungsvermögen zur Bewältigung des Tagtäglichen nicht vom Wollen, sondern von sozialstaatlicher Unterstützung abhängig ist? Hier stellt sich die Frage, wie systematisch instabile, atypische Beschäftigung und Phasen vulnerabler Lebensverhältnisse ein Leben am Limit bedingen. Aus den Inputs der Expert*innen und dem Erfahrungswissen der Teilnehmenden ergeben sich die sozialpolitischen Forderungen und Handlungsempfehlungen am Ende der Tagung.

Eingeladen war auch IG KiKK Vorsitzende Alina Zeichen, die über "Prekäres Arbeiten. Ein Leben für die Kultur" referierte. In ihrem Vortrag stellte sie einerseits die Arbeit der IG KiKK vor wie auch die Bedeutung und Charakteristika der "freien Szene". Sie erzählte den Teilnehmenden außerdem von der Basisdatenerhebung, den Ergebnissen, erklärte Begriffe wie "Fair Pay" und ging näher auf die Kärntner Fördersituation ein.