Mehrjahresverträge

TEXT: ORF KÄRNTEN NEWS

Wieder mehrjährige Verträge für Kulturvereine

Einige Kulturvereine in Kärnten – unter anderem die Musikwochen Millstatt und der Musikverein Kärnten – sollen vom Land wieder mehrjährige Förderverträge bekommen. Kritik kommt von den kleineren Vereinen.

Seit der Ausgabensperre des Landes durch die Hypo-Heta-Krise im Jahr 2014 konnten die Kulturvereine nur mehr schwer planen. Viele mussten auf privates Geld zurückgreifen. Nun bekommen die Musikwochen Millstatt und der Musikverein Kärnten wieder einen Dreijahresvertrag wie schon vor dem Aussetzen der Förderverträge durch das Land vor fünf Jahren.

Der Musikverein Kärnten veranstaltet vor allem hochkarätige Orchesterkonzerte von der Klassik bis hin zu zeitgenössischer Musik und bekommt bis 2021 maximal 255.000 Euro. Die Musikwochen Millstatt bekommen bis zu 315.000 Euro in den nächsten drei Jahren. LH und Kulturreferent Peter Kaiser (SPÖ) spricht von einer wichtigen Absicherung der Kulturvereine. In der Sitzung der Landesregierung am kommenden Mittwoch soll dies fixiert werden.

IG KiKK bemängelt fehlende Planungssicherheit

Weniger zufrieden sind viele andere Kulturinitiativen in Kärnten, besonders jene, die schon bisher weniger als 20.000 Euro pro Jahr an Förderungen bekamen. Denn diese hätten keine Aussicht auf mehrjährige Verträge und damit auch nicht auf mehrjährige Programm- und Personalplanung, kritisiert Alina Zeichen, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Kulturinitiativen Kärnten (IG KiKK). Sie spricht von 80 Prozent der Kulturinitiativen, die davon betroffen seien. Es sei schade, da in den letzten Jahren gehofft wurde, dass Drei-Jahres-Verträge auch für die Kulturinitiativen mehr Planungssicherheit liefern könnten: „Wir sind enttäuscht darüber, dass das so nicht der Fall sein wird.“

Das Problem sei, dass Ein-Jahres-Förderungen oft erst Mitte des Jahres überwiesen werden, so Zeichen: „Man arbeitet bis Mitte des Jahres ohne Garantie oder die Absicherung, dass die Förderung vom Land tatsächlich kommt.“

Vonseiten der Landesregierung heißt es, Experten hätten einen Kriterienkatalog mit elf Punkten für die mehrjährige Kulturförderung erarbeitet. Dieser beinhalte auch den angesprochenen Schwellenwert von 20.000 Euro an Kulturförderung im Jahr 2018. Man sei aber mit allen Initiativen in einem guten Dialog