IG KIKK – Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška

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Kulturperspektiven

4. Juni 2014

„Das Land soll auf seine Künstler stolz sein. Sie sind der wahre Verkaufsschlager, den Kärnten seit Generationen hervorbringt!“, so Martin Kušej, international gefeierter Theatermacher und Kärntner Landeskulturpreisträger 2013 anlässlich der Preisverleihung. 

Die Betonung dieser Tatsache klingt wie ein gern gehörter Gemeinplatz, der in politisch-touristischen Schönwetterreden schon länger bedient wird. Allerdings spiegelte sich bislang das – im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet – überproportionale Auftreten künstlerischen Outputs weder in einer breiten öffentlichen Akzeptanz noch in entsprechender kulturpolitischer Förderung wider.

So gesehen stellte der Festakt zur diesjährigen Kulturpreisverleihung einen wichtigen und richtigen Kontrapunkt dar: Nicht nur in seiner Schlichtheit und in der Auswahl verdienter Preisträger_innen, sondern auch mit der Aussage des Kulturreferenten Wolfgang Waldner, dass das Land in Hinkunft wieder eine einzige effizient und transparent arbeitende Kulturabteilung erhalten soll, die sich, so die Hoffnung, auf Augenhöhe mit den Kulturschaffenden treffen kann. Die Unterstützung seitens des Landeshauptmanns und von LR Rolf Holub scheint jedenfalls gegeben.

Die IG KIKK als Interessensvertretung der freien Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška begrüßt ausdrücklich diese Entwicklung in der Landeskulturpolitik, die sich u.a. auch an den seit März dieses Jahres gesetzten Maßnahmen ablesen lässt. Diese neue (und in vergleichbaren Bundesländern selbstverständliche) Orientierung, muss sich in Bälde auch auf den kommunalen Ebenen ablesen lassen: Konstruktive, zukunftsorientierte Kulturpolitik bedeutet in erster Linie Unterstützung und Förderung jener Menschen, die zeitgenössische Kunst entwickeln und zeitgemäße kulturpolitische Diskurse führen. Um den Kärntner Kulturschaffenden tatsächlich jene Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen, ist es unerlässlich in sämtlichen Amtsstuben Türen und Fenster weit zu öffnen, damit der (noch) frische Kärntner „Jauk“ auch dort seine notwendige Arbeit tun kann!

David Guttner,
Sekretär der IG KIKK

(20.12.2013)